Das nächste Mal, wenn du ein Kleidungsstück von MELA anziehst, wirf einen Blick auf das Etikett. Es verrät mehr als eine Materialangabe oder einen Pflegehinweis. Es erzählt von einem Weg – von der Baumwolle bis zu den Menschen, die das Produkt hergestellt haben. Unsere Zertifizierungen machen diesen Weg transparenter. Jedes MELA-Produkt ist nach dem Fairtrade Cotton Standard, dem GOTS und dem Grünen Knopf zertifiziert. Die drei Standards stehen jeweils für einen anderen Aspekt der Lieferkette, mit eigenen Schwerpunkten. Gemeinsam bilden sie die Grundlage für das, was verantwortungsvolle Textilproduktion für uns bedeutet.

Fairtrade Cotton Standard
Jedes MELA-Textil hat seinen Ursprung auf dem Baumwollfeld – bei den Menschen, die den Rohstoff anbauen. In globalen Lieferketten geraten sie jedoch oft in den Hintergrund. Alle unsere Produkte sind nach dem Fairtrade Cotton Standard zertifiziert.
Ein Fairtrade-Mindestpreis gibt Baumwollbäuer:innen mehr finanzielle Sicherheit, wenn die Weltmarktpreise schwanken. Zusätzlich erhalten die Kooperativen eine Fairtrade-Prämie, über deren Verwendung sie selbst entscheiden. Bei der Kooperative RDFC in Gujarat floss sie 2025 unter anderem in Trinkwasserkanister und Ladebatterien für die nächtliche Bewässerung, in Boden- und Saatguttests zur Qualitätssicherung sowie in die Finanzierung einer Vorschullehrkraft für 42 Kinder.
Darüber hinaus gelten verbindliche Anforderungen zu Arbeitsrechten, Gesundheit und Umwelt. Kinder- und Zwangsarbeit sind ebenso verboten wie gentechnisch verändertes Saatgut und bestimmte gefährliche Pestizide. Die Einhaltung der sozialen, ökonomischen und ökologischen Kriterien wird jährlich durch die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft FLO CERT überprüft.

GOTS
Baumwolle aus biologischem Anbau ist für uns nur der Anfang. Deshalb ist das gesamte MELA-Sortiment nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert. Denn bis aus einer Faser ein fertiges Kleidungsstück wird, durchläuft sie viele Verarbeitungsschritte: Spinnen, Färben und Waschen, Weben oder Stricken und schließlich die Konfektion.
In jeder Produktionsstufe entstehen eigene ökologische und soziale Herausforderungen, etwa durch Chemikalien, Abwasser oder die Arbeitsbedingungen vor Ort. GOTS setzt für all diese Bereiche verbindliche Anforderungen. So sind etwa Azofarbstoffe, die krebserregende Amine freisetzen können, Formaldehyd und PFAS verboten.
Und die Vorgaben gelten nicht nur für den Oberstoff: Auch Drucke, Nähgarne, Knöpfe und Reißverschlüsse müssen die Anforderungen des Standards erfüllen. Unabhängige Zertifizierungsstellen kontrollieren, ob die Vorgaben eingehalten werden. Zusätzlich lassen wir unsere Produkte freiwillig in unabhängigen Laboren auf chemische Rückstände prüfen.

Der Grüne Knopf
Wer trägt Verantwortung für eine globale Lieferkette? Wir sind davon überzeugt, dass ein Wandel in der Textilindustrie nur im Zusammenspiel von Unternehmen und Politik gelingen kann. Genau hier setzt der Grüne Knopf an: Als erstes staatliches Textilsiegel verbindet er Anforderungen an Produkte mit den Sorgfaltspflichten der Unternehmen entlang der Lieferkette.
MELA hat die Entwicklung des Grünen Knopfs von Beginn an begleitet und sich aktiv in den Entstehungsprozess eingebracht. Unser gesamtes Sortiment ist nach dem Grünen Knopf zertifiziert. Ein wichtiger Teil davon ist die Frage: Wo in unserer Lieferkette könnten Risiken für Menschenrechte und Umwelt entstehen? Gemeinsam mit unseren Partner:innen entwickeln wir Maßnahmen, um diese zu verringern. Dazu gehört beispielsweise die Förderung existenzsichernder Löhne. Auch an die Produkte selbst werden Anforderungen gestellt – etwa beim Einsatz von Chemikalien oder dem Umgang mit Abwasser. Die Einhaltung dieser Kriterien wird regelmäßig von unabhängigen Prüfstellen kontrolliert.
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